Wien im August 2008
Wien ist wirklich eine Wucht!
Es war 02:30 Uhr als mein Wecker läutete. Dabei hatte ich es erst um 23 Uhr ins Bett geschafft. Aber wenn man früh am Flughafen sein will um noch die Plätze am Notausgang (die mit viel Beinfreiheit) zu bekommen, dann nimmt man das alles auf sich.
Der Abflug war geplant für 06:30 Uhr. Um 6 Uhr kam dann die Durchsage, dass unsere Air Berlin Maschine ausfällt und wir um 09:50 Uhr starten werden... Mein Papa, mit dem ich gereist bin, hat es mit Humor genommen, unsere Verzehrgutscheine eingelöst und etwas geschlafen. Ich hingegen habe mir die Zeit mir SMS schreiben vertrieben und mich sehr viel geärgert. Aber es hilft ja nichts!
Irgendwann ging dann unser Flieger und bereits eineinhalb Stunden später waren wir in Wien. Aber es war heiß wie in Afrika!
Der Bus in die Stadt klappte reibungslos, das Hotel Mozart war leicht gefunden und die dortigen Zimmer sehr einfach aber riesengroß und sauber.
Erstes Ziel: Schloss Schönbrunn.
Eine der beliebtesten Attraktionen in Österreichs wunderwunderschöner Hauptstadt. Wir haben das UNESCO Welterbe-Schloss aber nicht von innen besichtigt sondern spontan eine Kutschfahrt durch den Schlosspark gemacht. Das Warten auf den nächsten freien Fiaker hat sich wirklich gelohnt, denn zu Fuß wäre die Anlage doch zu groß gewesen. Zumindest hätte man sich nicht einen so großen Teil davon in so kurzer Zeit und so bequem erschließen können.
Nach unserem ersten wunderbar ausgesuchtem Punkt auf unserer Wien-Liste sind wir mit der U-Bahn zum Karlsplatz gefahren und haben einige Zeit auf der Kärntner Straße verbracht. Das ist die Wiener Shopping Meile für die besser Betuchten. Hier befinden sich auch das Hotel und Café Sacher.
Der Tag durfte in einem schönen Restaurant und in dem berühmten Riesenrad auf dem Prater ausklingen. Höhenangst hin oder her, es war ein toller Ausblick über die Stadt!
Gegen 22 Uhr lagen wir dann fix und fertig im Bett. Fazit: Erster Tag definitiv gelungen!
Tag 2 begann bereits um sieben Uhr.
Wir hatten uns eine zweistündige Donaufahrt vorgenommen. Diese begann auf dem Donaukanal um später auf der Donau selbst zu enden. Wir tranken unterwegs Kaffee, schleckten ein Eis und genossen die vorbeiziehende Landschaft.
An der Reichsbrücke konnten wir dann aussteigen um sie anschließend direkt zu Fuß zu überqueren und in der Mittagshitze durch UNO-City zum Donauturm zu wandeln. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass wir mittlerweile über 32 Grad im Schatten sprechen...
Von Donauturm hat man jedenfalls eine grandiose Aussicht. Wir verbrachten wirklich eine ganze Weile dort oben um uns zu orientieren und um zu beobachten und wo wir beschlossen, anschließend durch die Wohngegend, die sich zu unseren Füßen auftat, zu schlendern, denn an deren Ende war eine U-Bahnstation erkennbar. Diese suchten wir.
Kurz vor der U-Bahnstation passierten wir eine Moschee und da wir beide noch nie eine solche gesehen hatten, warfen wir einen kurzen Blick hinein.
Dann ging es aber auf zum berühmten Naschmarkt im Wiener Bezirk Mariahilf! Dieser bietet neben Obst, Gemüse, Backwaren, Fleisch und Fisch auch viele internationale Waren aus aller Herren Länder. Ideal zum Herumstöbern und Ausprobieren.
Leider hatten wir aber zu wenig Zeit dafür eingeplant. Für 16 Uhr waren wir in der Hofreitschule zum Rundgang angemeldet. Dieser war natürlich das Highlight für mich heute, allerdings durfte man dort leider keine Fotos machen und es waren wegen der Sommerpause keine Hengste da. Immerhin aber vier Stuten. Trotzdem hat der Rundgang sich unterm Strich gelohnt.
Der Tag klang wieder in einem spontan gewählten Restaurant aus!
Mittwoch waren wir dann in der Slowakei. Ab Wien dauert es eine gute Stunde mit der Bahn nach Bratislava.
Spätnachmittags ging es wieder nach Wien zurück. Dort haben wir von außen noch das Hundertwasserhaus bestaunt und uns anschließend kinofein gemacht für Mamma Mia!
Und nun brach auch schon der letzte Tag an.
Was haben wir nicht noch alles machen wollen? Lippizaner-Museum, Jüdisches Museum, Schloss Belvedere. Und so viel mehr! Aber. Heute ist Shoppingtag!
So legten wir einen fünfstündigen Marathon auf der Mariahilfer Straße hin und ich für meinen Teil konnte danach keinen Schritt mehr gehen.
Daher verbrachten wir noch eine weitere Stunde sitzend (!) beim Naschmarkt bevor wir uns Richtung Flughafen begaben.
So ging also auch der Donnerstag ins Land und ehe wir uns versahen war es 21:40 Uhr und unsere Air Berlin rollte an. Ein Sandwich und einen Drink später landeten wir pünktlich im heimischen Hannover und wurden von unserem lieben Sohn und Bruder in Empfang genommen.