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Rügen 2013


Wie wir auf Rügen gekommen sind, kann ich ausnahmsweise mal gar nicht so genau sagen... Zunächst stand die Idee, Pfingsten zu verreisen, um die freien bzw. Feiertage clever zu nutzen. Es hätte genauso gut eine andere Insel oder ein Badeort auf dem Festland werden können... aber die meisten Sympathiepunkte hatte zur Zeit unserer Planungen einfach Rügen! Und somit buchten mein damaliger Freund und ich ein Quartier im Seepark Sellin [!KEINE WERBUNG!].

 

Samstag, den 18. Mai 2013 machten wir uns also auf den Weg zu Deutschland´s größter Insel! Der Pfingstverkehr hatte uns fest im Griff, sodass wir erst mit so einiger Verzögerung, aber immerhin bei allerschönstem Sonnenschein, gegen Nachmittag in -zunächst- Bergen "landeten". Das kleine Städtchen im Zentrum der Insel war dann für unsere Begriffe allerdings doch ziemlich unspektakulär, sodass wir nur ein Eis schleckten, die Touristen Info besuchten und dann zu unserer Unterkunft fuhren.

 

Und unser 2-Raum-Appartement hätte wirklich nicht besser für uns gemacht sein können: Sauber, groß, mit Balkon und wirklich perfekt ausgestattet, insbesondere die Küche! Und wenn unwahrscheinlicher Weise doch noch mal etwas fehlen sollte, war der Supermarkt inkl. Bäckerei direkt gegenüber!

 

In ebenfalls fußläufiger Entfernung, nämlich nur durch den Seepark hindurch, beginnt dann auch die Bummelmeile Wilhelmstraße bis hoch zur Seebrücke! Dort gibt es zig Geschäfte und Restaurants, und das Schönste: die hundertjährige Bäderarchitektur versetzt einen immer wieder in Staunen!



 

Pfingstsonntag nutzten wir das Schwimmbad vor unserer Haustür, welches im Übernachtungspreis bereits inkludiert war! Die normalen Eintrittspreise erschienen uns extrem überteuert aber wenn man im Seepark wohnt und nichts extra zahlt, kann man das gut mal machen!

 

Nach der Schwimmrunde gönnten wir uns ein paar leckere Weizen auf der Terrasse und beschlossen kurzerhand mit dem "Rasenden Roland" eine kleine Fahrt zu unternehmen. Die historische Schmalspurbahn verkehrt seit 110 Jahren, mit maximal 30km/h, auf der Insel und ist eine touristische „Attraktion“… Wie auch immer, wir stiegen direkt vorm Seepark in den Roland ein und knapp 20km später in Putbus, der jüngsten Stadt von Rügen, wieder aus. Man passiert dabei die typische Insellandschaft mit ihren Baumalleen, Wiesen, Feldern und winzigen Ortschaften und auch das Jagdschloss Granitz, das von sehr Weitem erkennbar wird.

 

Putbus, die "weiße Stadt" war dann noch unaufregender als Bergen. Wir interessierten uns weder für das Puppen- und Uhrenmuseum noch für den Schlosspark mit Tiergehege und gingen daher einfach ein bisschen kreuz und quer spazieren bis zur nächsten Rückfahrt mit dem Roland. Nicht der allerschlechteste Zeitvertreib aber eben auch kein Muss!


 

Pfingstmontag dann die Fahrt zum Kap Arkona, eine 45m hohe Steilküste mit drei Leuchttürmen. Man parkt relativ teuer und ein ganzes Stück entfernt vom eigentlichen Kap und begibt sich dann zu Fuß, per Bimmelbahn oder mit der Pferdekutsche zum Kap. Die Kutsche fuhr leider gerade nicht, also wurde es das Bähnchen für uns. Binnen weniger Minuten gelangt man so ans Kap. Dort gibt es Möglichkeiten etwas zu essen aber in erster Linie geht es natürlich um die Aussicht! Wir entschieden uns daher für einen kleinen Spaziergang mit Blick auf´s Meer.

 

Nachdem wir die Bahn zurück und einen Stopp an einem Hofladen unternommen hatten, erreichten wir wieder den Parkplatz und wollten als nächstes zum Königsstuhl, das ist die berühmteste Formation der Rügener Kreidefelsen. Im kleinsten Nationalpark der Bundesrepublik, dem Nationalpark Jasmund, der jährlich von mehr als einer Million Menschen besucht wird, findet man noch weit mehr von der berühmten Rügener Kreideküste!

 

Das Infozentrum Königsstuhl erreicht man zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem kostenpflichtigen Bus, nachdem man wenige Kilometer entfernt kostenpflichtig geparkt hat. Dann zahlt man wiederum noch eine satte Eintrittsgebühr bis man es endlich "geschafft" hat, irgendwie umständlich…

 

Wer mit zwei gesunden Beinen gesegnet ist kann den Aussichtspunkt hier auch erreichen, ebenso noch einen Weg hinunter an den Strand. Aber das war es dann auch schon. Wir hatten uns, ehrlich gesagt, mehr erhofft…

 



Kurz: Der Film im Besucherzentrum war beeindruckender als das, was wir in Wirklichkeit sehen konnten und der Preis somit absolut nicht gerechtfertigt. Hoffen wir, dass das Geld wenigstens irgendeinem sinnvollen Zwecke dient. Für uns: Enttäuschung pur!

 

Auf unserem Weg nach Binz begann es dann langsam zu regnen. Nicht doll aber ungemütlich genug um zunächst beim Italiener einzukehren und dann noch ein bisschen durch die Shops zu tingeln.

 

Dienstag war dann schon unser Abreisetag. Was ich aber unbedingt noch sehen wollte, war das Sandskulpturenfestival in Binz! Das Wetter war ideal dafür, in einem Zelt auf Sandskulpturen-Schau zu gehen. Unfassbar was hier von Menschenhand aus Sand geschaffen wurde! Es hat sich absolut gelohnt.

 

Na und das war er dann auch schon, unser Rügen-Besuch. Abgesehen von der Nationalpark-Enttäuschung hat mir die Insel aber sehr gut gefallen. Am Besten war tatsächlich unsere Unterkunft (mit tollem Minigolfplatz) sowie Sellin selbst. Nicht umsonst wird der Ort "Die Perle der Insel Rügen" genannt.

 

Alle Bilder zu diesem Kurzurlaub findest duhier!