Mal wieder ein bisschen Berlin…
Alle Fotos dazu gibt es, wie immer, hier.
BERLIN 2020 - Wie kam die Idee?
Das ist ziemlich einfach. Meine Eltern hatten diesen Trip aufgrund eines Konzertes gebucht. Corona-bedingt wurde das Event leider abgesagt und meine Mama wollte nicht mehr. So reiste dann eben ich mit meinem Papa. Ohne Konzert aber mit ein paar anderen Ideen…
Sonntag, 28. Juni 2020
Die Fahrt von zu Hause aus betrug mit der Anfahrt zum Bahnhof und einmal Umsteigen in Hannover in Summe nicht ganz drei Stunden bis zum Hauptstadt-Hauptbahnhof.
Unser Hotel für die kommenden beiden Nächte sollte das Hotel California [KEINE Werbung!!!] am Ku´damm sein, sodass wir noch mit der S-Bahn zum Bahnhof Zoo weiter fuhren; von dort benötigt man dann zu Fuß nur noch knapp fünfzehn Minuten, mit Gepäck waren es vielleicht auch zwanzig.
Los ging´s!

Trümmerberg Teufelsberg
Ein Ort in Berlin, den wir schon lange auf unserer (wenn man denn so will) Bucket List gehabt hatten, war der sehr westlich gelegene Teufelsberg im Grunewald, der auf Trümmern des zweiten Weltkriegs entstanden ist und die zweithöchste Erhebung Berlins darstellt.
Dort befindet sich die ehemalige US-amerikanische Abhörstation, die man besichtigen kann – mit und ohne Führung. Dank Corona (…) momentan aber nur ohne. Trotzdem! Anschauen wollten wir uns das gerne mal, denn aufgrund vieler Reiseblogger, die mir das Gelände schmackhaft gemacht hatten, war ich doch sehr gespannt darauf!
Eine der in der Nähe des Hotels gelegenen S-Bahn-Stationen ist der Savigny-Platz. Von dort aus waren es vier Stationen bis zur Heerstraße in Westend. Von dieser Station aus soll der Teufelsberg am Besten erreichbar sein.
Nach rund einem Kilometer erreichten wir den Parkplatz Drachenberg, von wo aus man auf den Drachenberg aber auch auf den Teufelsberg gehen kann. Nochmal so weit und wir erreichten einen herrlichen Aussichtspunkt mit Blick bis nach Potsdam, umrahmt vom Grün des Teufelsbergs bzw. Grunewalds. Wunderschön aber leider mit etwas schlechter, diesiger Sicht aufgrund der heran nahenden Regenfront.
Zum Glück war es dann nicht mehr weit zum Tickethäuschen auf dem Teufelsberg, wo wir um 12.30 Uhr ankamen. Nach dem Kauf der imaginären Eintrittskarten zu 5€ das Stück, begann dann auch ein halbstündiger heftiger Regenguss. Zum Glück konnten wir uns hier unterstellen, eine halbe Stunde früher hätte es uns voll erwischt.

Das Gelände der ehemaligen Abhörstation ist dann aber leider zu 100% das was der (Nicht-)Ticket-Verkäufer angedeutet hatte: Verfallen! Ich hatte das Gefühl, für eine Müllhalde Eintritt bezahlt zu haben. Es hat mir (uns) hier kein bisschen gefallen. Nicht mal richtig hübsche Street Art gab es hier, wie vielfach gelesen. Wir fanden überwiegend nur die typischen Bahnhofsschmierereien (oder kaum besseres) vor.
Auch ein „Lost Place“ darf ein stückweit aufgeräumt und ordentlich sein! Ich bin mir sicher: Hier hätte uns auch keine Führung begeistern können!
TIPP: Geh trotzdem rauf! Du musst ja keinen Eintritt bezahlen, du kannst auch um das eingezäunte Gelände drum herum laufen und die Natur genießen. Der Teufelsberg ist nämlich angenehm bewaldet und bietet tolle Spazierwege abseits des hektischen Stadtzentrums!
Großstadtwildnis Drachenberg
Abgesehen von dem einen kurzen Aussichtspunkt Richtung Potsdam, kann ich nicht zustimmen, dass der Teufelsberg tolle Aussicht bietet! Dafür ist er viel zu stark bewachsen. Das ist der angrenzende Drachenberg zwar auch aber am höchsten Punkt angekommen, befindet man sich an einem ganz besonderen Ort Berlins!
Hier oben hast du eine traumhafte Aussicht, auch Richtung Stadt samt Skyline mit dem Fernsehturm. Auch wenn alles recht weit weg ist, kannst du wunderbar gucken! Vermutlich besser als wir – denn hier hatten wir dann nicht mehr so viel Glück hinsichtlich des Regens und Verschont-Werdens, sondern es erwischte uns voll und ganz!

Der Drachenberg -ist ebenfalls aus Trümmerschutt entstanden und- wird auch Drachenfliegerberg genannt. Ob es damit zusammenhängt weiß ich nicht – aber: Mit etwas Glück kannst du auch einen Gleitschirmflieger sehen, der hier startet oder aber Kinder, die hier gerne Drachen steigen lassen!
TIPP: Such dir gutes Wetter aus! Nimm ein kleines Picknick mit! Lass dir Zeit! Es ist so ein besonderer Platz in Berlin, wie ich finde!!
Den ersten Tag ausklingen lassen
Der touristische Teil des Tages war für uns hiermit bereits erledigt. Wir hatten keine weiteren Pläne und marschierten auf dem Rückweg zur S-Bahn-Station Heerstraße noch durch ordentlich Regen. Wir empfanden das war nicht als sehr schlimm, weil immer noch T-Shirt-Temperaturen herrschten, aber so langsam hatten wir für heute genug Meter in den Beinen.
Im Hotel gönnten wir uns ein bisschen Dusche und ein bisschen Pause bevor wir gegen 17 Uhr ein frühes Abendessen bei einem richtig guten Italiener in der Meinekestraße einnahmen. Unter anderem Namen hatte dieser Laden bisher in der Uhlandstraße ein Lokal gehabt aber seit letztem Monat backte man eben zwei Straßen weiter seine Pizzen! Wobei wir beide Pasta hatten…
TIPP: Der Ku´damm und Umgebung eignen sich sehr gut für einen abendlichen Spaziergang, ganz egal ob du noch irgendwo einkehren willst oder nicht. Die Seitenstraßen finde ich eigentlich sogar noch spannender als den doch mittlerweile recht ausgelutschten Kurfürstendamm selbst. Und doch kann man auch hier wunderbar ein bisschen die Füße vertreten, People Watching betreiben, den Tag beschließen!

Montag, 29. Juni 2020
Frühstück im Café Miro [KEINE Werbung!!!]
Da wir gestern schon gegen 19 Uhr ins Reich der Träume gekehrt waren, war ich heute entsprechend um viertel vor sechs wach und voller Tatendrang! Aus Rücksicht ließ ich aber noch anderthalb Stunden verstreichen bevor ich Papa antrieb.
Gegen acht Uhr waren wir dann in der Uhlandstraße in einem Café, das ich zuvor online entdeckt hatte weil mir die Fotos der Einrichtung so gut gefielen und natürlich auch die Frühstückskarte.
Glücklicherweise erwies sich diese Wahl als goldrichtig, denn es war relativ leer und ruhig dort, die Bedienung super nett und die Bank super bequem. Die Einrichtung so schön wie erahnt, das Essen gigantisch und der Kaffee super hilfreich!
Meine Wahl war auf das vegane Frühstück gefallen und es war so riesig und so abwechslungsreich und so lecker, dass es einen sehr großen Beitrag dazu leistete, dass ich beschloss, das Thema VEGAN von nun an etwas intensiver und konsequenter zu verfolgen!
TIPP: Mach das! Nimm dir die Zeit, frühstücke dort in aller Ruhe, schau aus dem Fenster, genieße, verweile. Für mich war das eine ganze Stunde Manhattan-Feeling - wie in einem New Yorker Eck-Café! ♥

Volkspark Humboldthain
Nachdem wir mit der S-Bahn die Station Gesundbrunnen erreicht hatten, spazierten wir ein wenig durch den Humboldthain, aus dem einfachen Grund, dass hier gegenüber später unsere gebuchte Führung in den Berliner Untergrund starten würde.
29 Hektar Grün mit Spazierwegen, Spielplatz und Freibad sind schön angelegt und werden rege genutzt. Hunde schlabbern im Brunnen - oder rennen um die Wette. Kleine Kinder sind einfach so mit dem Kindergarten hier für Gruppenspiele - oder spielen Fußball. Erwachsene stehen mit einer Qi Gong-Gruppe im Kreis oder joggen alleine.
Und wir marschieren einmal hindurch, um anschließend im Shopping Center an der Gesundbrunnen-Station zu landen.
TIPP: Natürlich nicht so schön wie der Drachenberg aber dafür auch nicht so weit von der Stadtmitte. Wenn du dich nach Grün sehnst und die zentraleren Berliner Parks schon hinter dir hast, dann komm gerne her! Am Besten mit Buch und Zeit.
Berliner Unterwelten e.V. [KEINE Werbung!!!]
12.30 Uhr. Unsere online gebuchte Tour „Dunkle Welten“ dauerte 90 Minuten. Unter der Erde und zum Thema Bombenkrieg und Luftschutz. Die Führung war sehr interessant gestaltet und es gab viel zu sehen und zu lernen.
Fußlahm darf man allerdings nicht sein, vor allem Treppen müssen hier und dort überwunden werden. Die auf der Website angekündigte Kälte (max. 10 Grad), wegen der wir mit Jacken, Schal und Weste ausgestattet waren, können wir so aber nicht bestätigen jetzt im Sommer. Wir liefen dort unten genauso T-Shirt-mäßig herum wie draußen…

TIPP: Wenn dich das Thema interessiert: Es gibt verschiedene Führungen, ich finde, die Website gibt sehr gut Aufschluss darüber.
Der Mauerpark
Nach der Tour im Untergrund, war uns ein bisschen Sonne sehr recht. Davon gab es dann auch reichlich auf unserem 15-20-minütigen Weg zum Berliner Mauerpark. Diese Parkanlage zwischen Brunnenviertel und Prenzlauer Berg ist sehr beliebt bei Graffiti-Künstlern und am Wochenende soll es hier auch einen Flohmarkt geben. Besonders bekannt ist die dortige Max-Schmeling-Halle.
TIPP: Im Nachhinein fand ich die Website und was man sonst noch über den Mauerpark gefunden hat, vielversprechender als es uns in der Realität dann erschien. Auf gar keinen Fall solltest du Zeit dafür einplanen, wenn du noch Berlin-Neuling bist!
Alexanderplatz
Vom Mauerpark waren es dann zu Fuß um die zwanzig Minuten bis zur U-Bahn Rosenthaler Platz, von wo aus wir zum „Alex“ fuhren! Hier ist man mittlerweile schon so oft gewesen, dass man Weltzeituhr und Fernsehturm links liegen lässt… Wir waren hier für ein Sportgeschäft, wo ich einige Sachen kaufte. Praktischerweise erreichten wir den Laden pünktlich als eine erneute Regenflut einsetzte, die uns aber, im Gegensatz zu gestern, nichts anhaben konnte.
TIPP: Wenn du noch nie in Berlin warst, empfehle ich dir am Alexanderplatz die Aussichtsplattform vom park inn Hotel [KEINE Werbung!!!] gegenüber vom Fernsehturm. Davon habe ich HIER schon einmal berichtet!

Bleibtreustraße
Gegen 17.30 Uhr waren wir nach diesem ereignisreichen Tag im Hotel angekommen, fast zwei Stunden später in unserem -mittlerweile- Stammlokal in der Bleibtreustraße. Diese möchte ich dir besonders ans Herz legen für deine Suche nach einem leckeren Essen, denn auch wenn ich bisher nur dieses eine Restaurant hier selbst getestet habe, sehen sie fast alle sehr vielversprechend aus und vor allem hat man auch eine große Auswahl, noch dazu abseits der bekannten Ketten!
Dienstag, 30. Juni 2020
Noch mal Frühstück im Café Miro [KEINE Werbung!!!]
Gestern war es dann doch etwas später geworden durch das Essen, Sachen packen und Fernsehprogramm. Trotzdem schafften wir es auch am Dienstag zur selben Uhrzeit ins Café wie am Montag.
Heute wählten wir bewusst ein kleineres Frühstück, blieben aber trotzdem wieder eine Stunde. Das Flair, die Gemütlichkeit, das leckere Frühstück… Schön!
Jetzt waren wir bereit, im Hotel auszuchecken.
BIKINI BERLIN [KEINE Werbung!!!]
Das Shopping Center an der Budapester Straße, vis a vis der Gedächtniskirche, ist ein sehr modernes Shopping Center aber ich empfand es auch als sehr leer heute. Es gab dort exakt einen Laden, den ich gezielt aufsuchen und exzessiv „be-shoppen“ wollte und danach gingen wir über in den entspannten Teil…
Café am Neuen See [KEINE Werbung!!!]

Mitten im Berliner Tiergarten, nicht zu verwechseln mit dem angrenzenden Zoo, befindet sich ein toller Biergarten, den ich schon aus dem letzten Jahr kenne. Weil wir heute kein weiteres Programm aber noch ein paar Stunden Zeit hatten, kehrten wir hier ein. Strahlender Sonnenschein und ein Kaltgetränk! ♥
Monkey Bar [KEINE Werbung!!!]
Vom Biergarten in die Bar? Ja warum denn nicht? Dazwischen lag ein angenehmer Fußweg und wir hatten mehr als genug Zeit. Die Monkey Bar ist die Rooftop Bar vom 25h Hotel und soll DER Hot Spot unter den Rooftop Bars Berlins sein. Tatsächlich war ich auch insofern begeistert, als dass der Ausblick auf den Zoo und weiter über den Tiergarten bis hin zur Siegessäule, zur Reichstagskuppel, dem Fernsehturm und vieles mehr, sehr gelungen war!
Dazu gab es extrem stylische Möbel und tatsächlich preiswerte Getränke.
Bye Bye Berlin
Gegen 14 Uhr suchten wir noch die Stamm-Kaffeerösterei meiner Eltern auf. Danach holten wir das Gepäck aus dem Hotel, bevor um 15.33 Uhr unser ICE fuhr.
Ein sehr schöner Berlin-Aufenthalt. Ein gelungener Mix aus viel Neuem und nur wenig (aber dem richtigen) Bekannten! Besser hätten wir es nicht basteln können!
Und: Alle meine Fotos gibt es, wie immer, hier.