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Vorweg: Meine Fotos findest du HIER.
FLORIDA 2004
So da sind wir nun! Florida!
Nach vielen Überlegungen ob es in den Herbstferien 2004 die Ost- oder Westküste der USA werden sollte, buchte mein großer Bruder Jan unsere Flüge und den Mietwagen für den SUNSHINE STATE FLORIDA! ♥
Unglaublich, dass es nun endlich, endlich, endlich in die Staaten ging!! Mein 1. Mal! Und der Beginn einer verdammt großen Sehnsucht...

Unsere Eltern war nicht ausschließlich begeistert... Nein, das kann ich nicht behaupten! Aber irgendwann haben wir uns dann geschafft (trotz Hurricane-Saison...): Anna & Jan - mit zarten 16 & 26 Jahren - allein über´n Teich!! ♥ Meine Vorfreude steigerte sich bald ins Unermessliche!
Leider waren wir damals noch nicht im Besitz wenigstens einer Digitalkamera, sodass ich hier auf fremde Bilder, die verwendet kostenlos werden dürfen, zurückgreifen muss. (Quelle: pixabay)
Nur auf Flickr, siehe oben eingestellter Link, siehst du ein paar wenige meiner eigenen Fotos, abfotografiert aus dem Fotoalbum...
09.10.2004
Anreise
Es ging für uns mit dem ICE nach Berlin um von dort aus mit British Airways nach London-Heathrow zu fliegenund von dort aus mit einer Stunde Verspätung weiter nach MIAMI.
Mein erster Langstreckenflug. Ich saß in der Mitte und mein Bruder am Gang. Die Zeit vertrieben wir uns mit dem Entertainmentprogramm an unseren Vordersitzen und einer bestenfalls durchschnittlichen Flugzeug-Mittagsmahlzeit. Aufgrund von Turbulenzen (und einem stark ausdünstenden Alkoholiker auf dem Fensterplatz neben mir) habe ich auch direkt sehr schnell gelernt wo sich die Spucktüten befinden. Unterm Strich gibt es also angenehmere Flüge als diesen.
Ankommen
In Miami landeten wir gegen 18Uhr Ortszeit und suchten uns den Weg zum Alamo Büro um dort etwa zwei Stunden später unseren flotten Flitzer, einen roten Chevy, in Empfang zu nehmen.
Bereits eine weitere Stunde später, inklusive einer ganz kleinen Verfahrerei, kamen wir in unserem Hotel am Ocean Drive in Miami Beach an. Aus heutiger Sicht muss ich meinem Bruder meinen doppelt und dreifachen Respekt zollen, denn seit
Florida 2017 weiß ich aus eigener Erfahrung, wie grausam Autofahren im Großraum Miami ist!
Das vorab gebuchte Hotel Winterhaven war nicht wirklich auf uns vorbereitet. Man schickte uns ins Schwesterhotel Essex, von dort wieder zurück, daraufhin weiter ins Nachbarhotel, nur um letzten Endes doch im Winterhaven noch ein Zimmer aus dem Ärmel zu schütteln... Als Entschädigung sogar mit Meerblick plus Essensgutschein für ein hochwertiges Fischrestaurant in der Nähe.
Dieses steuerten wir um mittlerweile 22Uhr auch an und speisten extrem lecker und nobel zu Abend. Ein traumhafter Tagesabschluss und zugleich Urlaubsauftakt. Unsere uneingeschränkte Empfehlung gilt dem Restaurant Grillfish! - UPDATE: Leider hat es im April 2018 nach 25 erfolgreichen Betriebsjahren schließen müssen.
10.10.2004
Erste Erkundungen in Miami
Es folgte der 10. Oktober, an dem wir nach immerhin acht Stunden Schlaf morgens um acht erwachten und nach einem ausgiebigen, unvergesslichen Frühstück auf der gemütlichen Terrasse des Winterhavens kurz am Strand entlang und dann durch Miami Downtown und Little Havanna schlenderten. Es war viel zu warm aber es war endlich Amerika. Und damit: Alles gut!

Wir lagen später auch noch am Strand aber nicht zum Baden sondern nur zum Sonnenbaden. Ein kleiner Junge in der Nähe fischte eine Dollarnote nach der anderen aus dem Atlantik… Bis heute schütteln wir darüber den Kopf...
Wir spazierten daraufhin am Strand entlang zum Hafen wo gerade einer der großen Pötte von Royal Caribbean auslief und flanierten des Flairs wegen am Abend auf dem Ocean Drive. Es ist genau so wie man es aus dem Fernsehen kennt: Laut, bunt, schrill und absolut protzig!
Tagesabschluss
Abendessen gönnten wir uns gegen 21Uhr in einer Hamburgerfiliale von Johnny Rocket´s -leider sündhaft teuer- zwei Burger, zwei Ice Tea und eine Portion Onion Rings für schlappe 30 Dollar...
Anschließend schrieben wir im Hotel die ersten Postkarten (wir waren sehr fleißig in den beiden Wochen!!)...
11.10.2004
Fahrt nach Key West
Der dritte Tag unserer Reise begann um 7Uhr mit einem weiteren traumhaften Frühstück sowie einem kurzen Spaziergang zur Hauptpost (die Postkarten...), die leider geschlossen war: Columbus Day! Und das soll einer wissen…
Nach einem Telefonat in die Heimat, hatten wir gegen halb zehn im Winterhaven ausgecheckt und starteten unsere Fahrt Richtung Traumziel Key West!
Miami hat uns auf den ersten Blick sehr gut gefallen und ich würde das Hotel Winterhaven aufgrund der absolut spitzenmäßigen Lage und dem fantastischen Frühstück unbedingt empfehlen!

Auf dem Weg nach Key West fanden wir ein damals noch gültiges Autokennzeichen am Straßenrand, welches mir zu Hause in alle Ewigkeit zu Dekozwecken dienen wird!
Ankunft Key West
Etwa viereinhalb Stunden nach Start in Miami kehrten wir in Key West bei McDonald´s ein und checkten anschließend in einem etwas außerhalb gelegenen Comfort Inn ein, welches uns gut gefiel! Ziemlich direkt nach dem Bezug des Zimmers führte uns unser Weg dann aber auch gleich nach Key West Downtown wo wir durch die Straßen schlenderten und auch an Sloppy Joe´s Bar, am Southernmost Point und dem Hard Rock Café vorbeikamen.
Nach einem Tag bei weit über 70% Luftfeuchtigkeit, was, wie wir noch lernen durften, im Grunde noch gar nichts war, durfte dieser im Subway und anschließend bei einem tropischen Regenschauer im Hotelpool gegen 20Uhr ausklingen.
12.10.2004
Leaving Key West
Der nächste Tag begann mit einem Frühstück wie es amerikanischer inklusive nervigem Fernseher im Frühstücksraum, Cerealien, Pancakes und vieles mehr. Ich stand drauf!
Sehr gut gestärkt begaben wir uns dann auf die Fahrt zurück Richtung Miami, wo aber zunächst kein erneuter Aufenthalt erfolgen sollte, sondern von hier aus ging es quer durch die Everglades nach Marco Island.
Den von meinem Bruder favorisierten Stopp in Flamingo, verbunden mit einer Bootsfahrt durch die Everglades, hatten wir uns aus zeittechnischen Gründen abgeschminkt. Und nicht zuletzt weil ich Angst vor Krokodilen hatte.....
Ein kurzer Stopp also im Supermarkt auf Marco Island und los ging die Suche nach einer Unterkunft für die kommende Nacht, was angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit auch langsam nötig wurde.

Wir erreichen den Golf von Mexiko
Die Wahl fiel ein nettes Inn, wo wir die Bekanntschaft mit exotischen Tieren machten. Ich tippe auf eine Art Gecko!? Aber sie befanden sich glücklicherweise nur vor und nicht in den Zimmern.
Den Spätnachmittag/Abend verbrachten wir entspannt am Strand von Naples, wo wir am und im herrlichen Golf von Mexiko spazieren gingen nach der weiten Fahrt. Wozu brauche ich die Malediven wenn ich das hier haben kann???
13.10.2004
Urlaubsfreuden am Golf von Mexiko
Der Start in den 13. Oktober war wieder mehr als gelungen: Für 11$ pro Nase im Waffle House nebenan! Yammi.
Aufgrund der -mal wieder- zu spärlich beschilderten Straßen gelangten wir daraufhin aber leider nur über Umwege nach Sanibel, unserem heutigen Ziel. Hier spazierten wir mit tausenden von Muschelsuchern am Strand entlang. Sanibel ist eine sehr, sehr schöne Insel, doch Richtung Captiva wirkte sie im Oktober 2004 noch sehr wirbelsturmzerstört…
Endstation am heutigen Tage war Sarasota. Wir entschlossen uns jedoch kurzerhand, den Abend nicht in dem schäbigen Zimmer sondern lieber im Freien zu verbringen und erlebten einen gigantischen Sonnenuntergang am Meer!
Danach fuhren wir mit unserem Chevy noch eine Weile durch die Villengegend des Ortes und waren beeindruckt von den dortigen Häusern und Gärten, wenn auch zugepflastert mit Wahlkampfwerbung.
Den Tagesabschluss feierten wir dann bei Burger King und gingen gegen 21Uhr zu Bett.

14.10.2004
St. Petersburg und Tampa
Um 6Uhr war dann auch die nächste Nacht schon wieder zu Ende. Nach ein paar Pancakes besichtigten wir ein Fort in St. Petersburg/Tampa, welches die Tampa Bay früher vor Eindringlingen zu schützen hatte.
Im Anschluss spazierten und lagen wir eine lange Zeit am Strand von St. Petersburg und genossen die Sonne und das Meer, die Wellen und den Wind. Das Ergebnis war ein grandioser Sonnenbrand.
Auch fuhren wir noch zum Pier. Hier glaubten wir shoppen und einiges erleben zu können, doch leider entpuppte sich diese angebliche Attraktion der Stadt -für uns- als ein Flop und wir kehrten lediglich noch bei einem nahe gelegenen Mexikaner in Downtown ein.
Unser ausgewähltes Hotel heute, das befand sich in dann unweit in Tampa und wir bekamen auch noch ein Zimmer. Idealerweise verfügte das Hotel über einen kostenlosen City-Shuttle. Der pakistanische Fahrer Muhammed chauffierte uns direkt ins Zentrum der Stadt, wo wir uns zu Fuß einen kleinen Überblick über die Stadtteile Bayshore, Downtown und Ybor City verschafften.
Beeindruckt von den Kontrasten dieser Stadt, verbuchten wir den erlebten Tag als äußerst gelungen und versuchten krampfhaft die Tatsache, dass wir uns nun wirklich nur noch von Fast Food ernährten, zu ignorieren, denn auch heute Abend wurde es wieder Pizza...

15.10.2004
Auf nach „O-TOWN“
Wir schreiben also bereits den 15.10. und befinden uns nach über einer Stunde Verschlafen und einer mehr oder minder langen Autofahrt in Orlando.
Erstes Ziel war die Shopping Mall. Hätte ich vorher gewusst, dass sie mich so sehr deprimiert, hätte ich mich geweigert sie anzusteuern aber immerhin mein Bruderherz wurde hier (mehr als) fündig!
Um die Nacht nicht im Chevy verbringen zu müssen, blätterte ich nun wieder einmal eifrig in unserem Motel-Heft und wurde fündig. Doch Motel Nr. 1 war ausgebucht und Motel Nr. 2 angeblich auch. Wir wollten aber ungern noch elendig weiter suchen und haben viel mit Michael an der Rezeption von Motel Nr. 2 verhandelt. Vielmehr: Jan hat. So erhielten wir dennoch ein Zimmer in der Lodge bevor es - mal wieder Pizza gab...
16.10.2004
Universal Studios
Es begann mit einer Begegnung an der Parkplatzeinfahrt. Aus einem Auto voller junger Amerikaner dröhnte laut Musik von Rammstein...
Die Studios selbst waren dann so wie das Klima, sowohl bezogen auf´s Zwischenmenschliche, als auch auf das Wetter, eine Wucht!
Ein erlebnisreicher Tag endete auf dem City Walk und schließlich im Hard Rock Café, dessen T-Shirt ich ein paar Tage später im Hotel in Titusville liegen lassen würde..........

17.10.2004
Zurück am Atlantik
Dieser Tag entsprach keinesfalls unseren Erwartungen, keiner unserer Pläne ging auf und dennoch wurde er zu einer der schönsten Tage des Urlaubs.
Wir hatten uns vorgenommen nach Ocala zu fahren, in der Hoffnung, eines der Vollblutgestüte besichtigen zu können. Tagesendziel offen. Ohne vorgebuchte Unterkünfte waren wir ja völlig flexibel.
Es kam so: Nach einem üppigen Umweg landeten wir in Ocala und erfuhren dort, dass man in einem Land ohne Beschilderung und ohne perfektes Kartenmaterial, welches wir bis hierher glaubten zu haben, gar nicht erst in eine Stadt zu fahren braucht!! Folglich verwarfen wir unseren Plan und passierten auf dem Weg nach St. Augustine unsere Insider Palatka und East Palatka!!
St. Augustine hat Charme! Strand, Stadt und Umgebung ließen auf die kommenden Tage hoffen. Wir unternahmen einen kleinen Ausflug auf den Leuchtturm und gingen abends wieder einmal recht schick essen. Bei "Harry". Gutes Lokal!

18.10.2004
Besichtigung des Forts von St. Augustine und weitere Erkundung der Stadt.
19.10.2004
Going south
Heute trennten wir uns von unserem wunderschönen Inn und steuerten auf dem Weg nach Daytona Beach eine Mall nahe St. Augustine an, wo auch ich endlich einmal fündig werden durfte.
In Daytona selbst hielten wir uns aber gar nicht so viel auf. Hauptsächlich traf man hier nämlich Harley-Fahrer weil gerade das „Biketoberfest“ stattfand. Und den Strand fanden wir, verglichen mit denen, die wir schon kannten, weniger attraktiv und die Umgebung auch als zu stark zerstört von den vorangegangenen Hurricanes, sodass wir Daytona schnell wieder verließen.
Auf einer Insel nahe dem Kennedy Space Center folgten wir einem schön angelegten Weg und begegneten Eichhörnchen, Schildkröten und einer schottischen Familie, deren Oberhaupt Leo mehr als kommunikativ (uns gegenüber) zu sein schien...
Dadurch leicht im Zeitverzug, fuhren wir ausnahmsweise mal ein bisschen eiliger nach Cocoa - um dort... leider doch kein Motelzimmer mehr zu ergattern. Man hätte uns nur noch "...nicht das Hilton" anbieten können und nach kurzer Besichtigung dieser unbeschreiblichen Absteige ging es ruck zuck zurück Richtung Norden in das oben bereits erwähnte Hotel in Titusville.
Hier stand uns nicht nur kostenloses Internet (zu damaliger Zeit noch nicht selbstverständlich!!) sondern auch ein grandioser Pool zur Verfügung, welchen wir noch spät abends in völliger Dunkelheit nutzten während wir auf ein gigantisches, lautloses Gewitter viele Staaten weiter nördlich blicken konnten. Unvergesslich!!

20.10.2004
Eine Urlaubspanne gehört wohl dazu
Und nun war schon der Tag gekommen, an dem es nach West Palm Beach ging und somit langsam aber sicher immer weiter Richtung Miami, das das Ende unserer Reise bedeutete...
Wir hatten aus dem Vortag gelernt und suchten uns sofort ein Zimmerchen. Traurigerweise hatten wir aber nur bei einer ganz bestimmten Motelkette Erfolg, deren Namen ich nicht nennen werde, da ich mich darüber wirklich nur sehr (zu) negativ äußern kann und dafür nicht belangt werden möchte.
In West Palm Beach arbeiteten wir strikt den Reiseführer durch, was uns unter anderem in eine Kirche brachte, aber auch in eine Bücherei, an den Yachthafen, an den Strand und in die Mall.
Kurz: Hier kann man es gut aushalten! Aus den geplanten zwei Nächten in unserem Penthouse wurde dennoch nichts. Ich stellte mich quer und wir konnten die zweite Nacht dort glücklicherweise streichen. Ich hätte es in dieser Käferhochburg nicht länger ausgehalten!
21.10.2004
Back to Miami, Bitch!
Somit verließen wir diese am nächsten Morgen bereits um 6Uhr früh fluchtartig. Ganz schön gerädert, versuchten wir beim goldenen M wieder zu Leben zu erwachen.
Nach entsprechender Fahrzeit kehrten wir zurück nach Miami Beach und bezogen dort ein Zimmer in einem verhältnismäßig luxuriösen Hotel in der Collins Avenue.

Wir hatten uns nun einen Strandtag mehr als verdient und genossen einmal völlig tatenlos die Sonne und das Baden im Meer. Zum Abschluss drehten wir noch eine Runde im Hotelpool und gönnten uns ein Abschiedsessen im Restaurant „Grillfish“, bekannt vom ersten Tag der Reise!! Hier ging diese dann auch würdig zu Ende und das leichte Fieber vor der Reise ist nun vollstens entfacht und unheilbar: USA!
22.10.2004
Bye, Bye my Love!
Der Rückflug erfolgte am Abend des 22. Oktober von Miami wieder über London-Heathrow nach Berlin zurück, wo wir bereits von unseren Eltern erwartet wurden.
Florida, der Sunshine State, macht eindeutig Hunger auf mehr Amerika aber lohnt selbst definitiv auch einen zweiten Besuch!
