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Von roten Steinen
6. April
7 Uhr: Unser Wecker klingelt aber wir sind bereits seit ein paar Minuten wach! Was erwartet uns wohl am heutigen Tage?
8 Uhr: Der Start in den Tag ist jedenfalls nicht so der Brüller. Wir haben von der schönen River Canyon Lodge Frühstücksgutscheine für das in der Nähe befindliche Pancake Haus (ja deutsche Schreibweise...) bekommen, sind dort aber im Grunde nur halbwegs zufrieden. Rike ist quasi zufrieden - ich nicht. Die Auswahl ist gering und die Portionen wie immer abartig groß. Ich schaffe nicht einmal die Hälfte meiner Pancakes & Blueberries... Und trotz Gutschein zahle ich noch 9 Dollar drauf. - !?!? Shit happens.

Anschließend noch ein kurzer Besuch im 7-11 um wieder für ein Picknick einzukaufen.
9 Uhr: Wir sind zurück auf dem Zimmer und machen uns fein für eine Tour durch den Arches Nationalpark, den wir mit sehr großer Spannung erwarten. Eine halbe Stunde später sind wir startklar und Rike fährt wieder als Erstes.
Der Arches ist wirklich einer der Parks, denen ich mit der größten Spannung und Vorfreude entgegen gesehen habe. Wasser, Eis und extreme Temperaturen haben die zahlreichen (!?) Arches = Bögen geschaffen und ich stelle mir das gigantisch vor – so viele Bilder wie ich davon schon gesehen habe… Und es MUSS gut werden, schließlich liegt der Park weit ab vom Rest unserer Route, sodass es ärgerlich wäre hinterher zu denken, dass man sich ihn hätte sparen können. Aber das wird schon nicht passieren. Oder??? Viele USA-Reisende zählen ihn immerhin zu ihren absoluten Lieblingsparks!!!
Der Parkeingang befindet sich jedenfalls nur fünf Meilen von unserer Unterkunft Richtung Norden entfernt und natürlich ist auch hier wieder der Jahrespass für die Nationalparks gültig.

Der Scenic Drive im Park ist auch hier super befahrbar aber wie wir dann tatsächlich feststellen müssen, erreicht man die Arches fast alle wieder nur nach unterschiedlich weiten Wanderungen. Ach Mensch, das hatten wir doch vorgestern erst! Warum kann man denn in diesem Land so viel wandern wenn es immer heißt, dass die Einheimischen so gehfaul sind?


Wir fahren erst bis ganz nach oben zum Devil´s Garden Trailhead aber unser erster wirklicher Stopp ist ein anderer: Einen der "kinderfreundlichen" und einen der "behindertengerechten" sog. "Wander"wege suchen wir uns aus. Das müssten wir dann ja auch hinbekommen.
Ersterer führt also zum Sanddune Arch. Man läuft hier zwar durch Sand, ähnlich beschwerlich wie am Strand aber definitiv noch lange nicht die angegebenen 500m! Der Weg ist meines Erachtens wesentlich kürzer und sehr gut schaffbar - tatsächlich auch für Familien. Wir sind hier sogar fast alleine. Eine Familie (!) ist noch hier außer uns. Die Kleinen befinden sich in einem überdimensionalen "Sandkasten" und freuen sich nen Keks. :-)





Danach geht es zum Delicate Arch - aber wieder nur den kürzesten Weg zu einer Stelle von der aus man den Arch sehen und fotografieren kann, allerdings, zugegeben, aus einiger Entfernung. Man könnte auch direkt zu dem Arch hinwandern (angegeben lediglich 800m…) aber wie lange soll das bitte dauern bei dieser Hitze, zumal es wirklich gut bergauf zu gehen scheint??? Wenn ich nur daran denke wird mir wieder heiß und es dürstet mich! Nein, nein da sind wir konsequent und steigen wieder in unseren gut klimatisierten Wagen. Unverzeihbar, oder?



An diversen archfreien Punkten (außer der Windows Section, da gibt es natürlich Arches) stoppen wir noch ein paar Mal, um die Ausblicke zu genießen, denn der Park ist ja trotzdem wunderschön, auch wenn wir nur einen Bruchteil der erwarteten Anzahl an Arches ohne große Wanderungen zu Gesicht bekommen konnten.


13 Uhr: Visitor Center. Gift Shop. Fahrerwechsel.
14 Uhr: Wir erreichen den Dead Horse Point Statepark, der wie der Name schon sagt kein Nationalpark ist und für den wir extra zahlen, aber es werden wieder nur 10 Dollar pro Auto verlangt. Ein Klacks. - Vor allem für das, was man ein paar Minuten von der Entrance Station entfernt sehen kann. Bereits am Visitor Center, das wir wegen seines Gift Shops als erstes ansteuern, sieht man nämlich schon die unheimlich tiefe Schlucht und denkt, man ist bereits angekommen, doch bis zum eigentlichen Dead Horse Point fährt man noch mal ein Stück. Ein traumhafter Blick auf die Felsen und den Colorado, der sich hier durch den Canyon frisst!


Dort oben angekommen steuern wir aber zunächst die Picknick Area an. Wir haben wieder Obst und Kekse dabei und vom Visitor Center leckere Smoothies! "We make good food, no fast food" steht an dem Imbiss-Häuschen, in dem zwei ältere Damen stehen und Sandwiches, Smoothies, etc. frisch zubereiten. Die sind wirklich niedlich und machen alles total toll und lecker fertig für uns und eine zeitgleich hungrige/durstige Mountainbike-Truppe. "Not fast" stimmt leider aber "good" ist untertrieben. Very good war mein Banana-Peanut-Smoothie! :-)
Und dann nach dem Picknick treten wir an den Dead Horse Point Overlook heran und mir stockt der Atem.

Ich finde es einfach nur wunderschön. Man ist auf einmal winziger als eine Ameise wenn man so hinab blickt und die Dimensionen gar nicht so fassen kann. Immer wenn man denkt "Wow ist das weeeeeit weg", gibt es immer noch ein noch tiefer und somit weiter entfernt liegendes Plateau! Straßen sind nur mühsam erkennbar, geschweige denn Autos. Ein riiiiiesiges Gebiet, das man von hier überblicken kann.


Auf einem dieser Plateaus waren im 19. Jahrhundert Pferde. Cowboys und Pferdediebe nutzten das Plateau als Koppel. Die schmale Stelle zum Verlassen des Plateaus wurde mit Buschwerk versperrt und nur die zur Zucht geeigneten Tiere wurden hinaus gelassen. Die anderen mussten auf der Koppel ohne Wasser verdursten - und das 600m über dem rauschenden Colorado River! Daher hat der Statepark also seinen wunderlichen Namen!


15.30 Uhr: Nur schwer und langsam trennen wir uns von diesem hinreißenden Anblick und suchen die nächste Shell Tankstelle in Moab auf! Sie ist gleich gegenüber von unserem Hotel, in das wir uns anschließend begeben. Aber nicht bevor ich mir einen Termin im SPA um die Ecke habe geben lassen. Ich habe nach der erfrischenden Dusche nämlich noch einen Plan! Eine 30-minütige Rücken-Nacken-Schulter-Massage für 45 Dollar darf es sein.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ALLE FOTOS VOM ARCHES HIER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ALLE FOTOS VOM DEAD HORSE POINT HIER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
17 Uhr: Es ist so weit! Ich lasse es mir im SPA MOAB gut gehen und bin begeistert. Unter spamoab.com könnt ihr euch die Knetbutze ansehen. Ich kann mich nicht entscheiden ob diese halbe Stunde sogar die Massagen in Thailand toppt! Irgendwie schon… Ich bin danach jedenfalls absolut wie neu geboren!... Und hungrig! ![]()
19 Uhr: Wieder einmal stehen wir bei Pizza Hut und sollen warten. Noch länger als am Vortag. Wieder entscheiden wir uns dagegen. So sehr wir auch eine Pizza Hut-Pizza essen möchten, etwas anderes tut es jetzt auch. Hauptsache schnell. - Nur mit dem Schnell ist das so eine Sache!! Alle Restaurants, die wir ansteuern, haben eine tierisch lange Wartezeit für einen Tisch! Man merkt, dass Wochenende ist…
Bis wir endlich etwas finden: Peace Tree heißt der Laden - dort haben wir auch geparkt. Und da das Parken eigentlich nur für Gäste des Lokals gedacht ist, ist es auch in Ordnung, wenn wir hier jetzt essen. Draußen gibt es Live Musik, die ist ganz nett aber leider viel zu laut. Wir sitzen also drinnen. Ich esse ganz, ganz, ganz leckere Pasta mit Spinatblättern, Zwiebeln, Tomaten, Artischocken und Feta-Stückchen und bin anschließend gaaaaanz happy! :-) So ein schöner Tag!
Nach dem Essen müssen wir ein paar Schritte laufen (…) und wie geht das besser als durch diverse Gift Shops??! Leider gibt es nichts, was wir unbedingt haben müssten (TATSÄCHLICH!) und so gehen wir ohne Einkaufstüten (das glaubt uns wirklich niemand...) zurück ins Hotel und schlummern bald dem nächsten Morgen entgegen! :-) Morgen erwartet uns unser Trip ins Monument Valley
!