Ein Tag in Rostock & Warnemünde
Wie kam die Idee?
Das ist ziemlich einfach. Wir wollten unsere lange Anreise nach Usedom, wo wir für eine Woche Ende September, Anfang Oktober gebucht hatten, sinnvoll unterbrechen!
Samstag, 26. September 2020
Erst um 07.25 Uhr rollen wir vom Hof. Mein Mann hatte weitaus früher aufbrechen wollen aber das habe ich einfach nicht geschafft. Ich brauche morgens einfach meine zwei Stunden um (start)klar zu kommen und somit war mehr (früher) heute einfach nicht drin.
B&B Hotel Rostock-Hafen [KEINE WERBUNG!!!]
Um 11.05 Uhr begrüßt uns Rostock, zwar nicht sehr sonnig aber immerhin trocken, entgegen der Vorhersage. Noch dazu finden wir sofort eine Parkmöglichkeit und können bereits einchecken. Klasse!
Unser Zimmer 310 liegt nicht zur Straßenseite sondern hat Blick auf moderne, neue, schätzungsweise teure Wohngebäude mit viel Grün davor. Sehr angenehm! Das Zimmer selbst ist ähnlich neu und schön wie bei unserer letzten B&B-Erfahrung, die unsere erste gewesen war, in Bayreuth!

Zu Fuß entlang der Unterwarnow
Zu meiner Begeisterung, befinden sich die AIDA Bürogebäude sehr nah; wir passieren sie zufällig auf unserem Fußweg am Wasser entlang. Auch hier herrscht zur Zeit wenig bis gar kein Leben, die Fenster sind alle dunkel, zu Corona-Zeiten sind die Tourismus- und Kreuzfahrtenbranche nun mal wenig gefragt. Und wahrscheinlich spielt sich das alles im Home Office ab!?
Nicht weit davon entfernt stoppen wir an einem Food Truck weil er zum Einen tolle Sitzmöbel aus Paletten und dicken Kissen mit Blick auf Wasser und Schiffchen bietet, aber zum Anderen uns auch unseren ersten Glühwein der Saison ermöglicht! Sehr stylisch, sehr gemütlich, sehr lecker.
Schifffahrt nach Warnemünde
Schlussendlich kommen wir zum Schiffsanleger, von wo aus wir eine Tour nach Warnemünde unternehmen wollen. Hin und zurück kostet der Spaß stolze 18€/Person bzw. 12€ one way, aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Immerhin ist die Fahrt live vom Käpt´n kommentiert und wir bekommen sogar u.a. eine Segelschule zu sehen, die gerade mit unzähligen Kindern und entsprechend vielen kleinen Segelbooten übt, eine Hybridfähre fährt an uns vorbei und wir passieren erst die Neptunwerft, vor der gerade das Expeditionskreuzfahrtschiff MS Bremen vor Anker liegt, dann das gähnend leere Kreuzfahrtterminal von Warnemünde und nicht zuletzt das in diesem Jahr verunfallte Kranschiff ORION 1, das reichlich durch die Medien gegangen war, als ihm bei einem Belastungstest im Mai der Kranhaken riss.
Bei Wind und Wetter…
In Warnemünde wird es dann langsam ungemütlich, das Wetter frischt etwas auf. Wir spazieren am Alten Strom entlang, das ist die Meile mit vielen Restaurants und mehr Geschäften und noch mehr Menschen… Abstand halten? Pah! Aber immerhin finden wir hier einen Italiener, der uns sehr gute Pasta serviert!
Wir spazieren weiter, am Leuchtturm vorbei, zum Strand. Hier findet zufälligerweise gerade (unter weitest gehendem Ausschluss der Öffentlichkeit) die Deutsche Meisterschaft im Beach Volleyball statt.
Endlich Ostsee! Mittlerweile kalt und fast stürmisch aber wunderschön!

Regen in Rostock
15.45 Uhr. Wir nehmen das Schiff zurück nach Rostock. Es ist jetzt wirklich ungemütlich, sodass wir nun natürlich drinnen Platz nehmen und nicht oben an Deck. Dazu gibt es einen schönen heißen Kaffee, WLAN und die ersten Regentropfen an den Scheiben, die die Sicht vermiesen…
Statt am Anleger wieder direkt zum Hotel zurück zu gehen, sind wir noch optimistisch, dass uns der Regen nicht allzu viel anhaben kann und so gehen wir noch Richtung Innenstadt. Schnell merken wir, dass es doch recht nass von oben kommt und suchen Unterschlupf in einem Buchladen. Doch es ist absehbar, dass wir heute kein trockenes Zeitfenster mehr erwischen werden, also fügen wir uns unserem Schicksal und gehen durch die Breite Straße und Kröpeliner Straße zum Rathaus, weiter zu einem Discounter (Wasser, Baguette und Käse für den Abend besorgen!) und ab ins Hotel, wo wir nass bis auf die Knochen, aber trotzdem sehr zufrieden, ankommen!
Alle Fotos des Tages gibt es, wie immer, HIER.
Rostock Fazit
Das war nun wirklich nur eine Stippvisite. Aber so weit, so gut. Rostock war mir eigentlich ganz sympathisch. Ich hatte nicht viele Erwartungen gehabt, denn außer den Begriffen HANSE SAIL und FC HANSA ROSTOCK, hatte ich keinerlei Vorstellung. Erfahrungsgemäß wird es aber ja auch umso schöner, je weniger Erwartungen man hat. Ich erwartete eigentlich gar nichts und bekam… was?:
Eine trockene Phase trotz Dauerregen-Vorhersage.
Viele Boote und Schiffe und ich mag Schiffe gucken, vor allem kleine Segelboote und große Kreuzfahrtschiffe.
Nette Menschen.
Den ersten Sand unter den Schuhen.
Ein gemütliches Hotel.
Für weit weniger als 24h finde ich das eine ausreichende Bilanz!
Und wenn du weiter lesen möchtest wie es in Greifswald und auf Usedom war, dann klick HIER.