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Malta 2009


Meine Malta-Reise!

 

Ich weiß, dass ich über die meisten meiner Reisen sage, dass sie toll waren und, dass ich die Stadt oder Insel empfehle. Aber in diesem Fall muss ich das explizit betonen! Malta ist unbedingt so was von eine Reise wert!!

 

Wieso eigentlich Malta? Malta war mir ein Begriff vom Eurovision Song Contest. Und Malta war ein Punkt unter Italien bzw. neben Tunesien. Und Malta hatte irgendwas mit England zu tun. Und Malta stand immer auch im Zusammenhang mit Sprachreisen.

 

Den Wunsch einer Malta-Reise äußerte dann eines Tages mein damaliger Freund. Relativ gleichgültig was ein Reiseziel betrifft, willigte ich ein. Allerdings nicht sofort.

 

Für den Sommer 2009 war schließlich eigentlich nur ein ganz kleiner Urlaub eingeplant, jedenfalls vom Finanziellen her. Und Malta ist nun nicht unbedingt bekannt als günstiges Reiseziel.

 

Dennoch: Ich beschäftigte mich immer mehr mit der Insel und kam irgendwann zu dem Entschluss, dass es jetzt doch Malta sein muss! Mein Interesse war geweckt!

 

Es kann losgehen!

 

Die Vorfreude stieg sogar ins Unermessliche als wir endlich gebucht hatten. Es war zwar ein großer Akt, Hotel, Abflug- und Ankunftsflughafen sowie einen Termin auszuwählen aber letztendlich habe ich es natürlich geschafft.

 

Es sollte also mit Air Malta losgehen ab Düsseldorf. Zehn Tag im Hotel Plevna in Sliema. Rückflug nach Frankfurt/Main.

 

Und dann war der Tag endlich gekommen. Ein Freitag. Zu einer unmenschlichen Zeit am frühen Morgen, fuhren wir mit der Bahn nach Hannover. Der Plan, hier in den ICE nach Düsseldorf um zu steigen funktionierte leider nicht auf Anhieb. Woran es gelegen hat, das vermag ich inzwischen nicht mehr festzulegen, Fakt ist, wir mussten auf den nächsten ICE warten.

 

Der Flug nach Malta verging dann aber zügig. Nur zweieinhalb Stunden nach Start in Düsseldorf kletterten wir aus der Maschine, holten unsere Koffer und folgten ahnungslos dem Fahrer zum Bus.

 

Als wir das schützende Flughafengebäude verließen, ahnten wir noch nicht, dass die Außentemperaturen kein Ausnahmezustand oder flughafenbedingt waren sondern sie für die nächsten 10 Tage und Nächte der Dauerzustand sein sollten...

 

Welcome to Malta

 

In dem Bus saßen außer uns nur noch zwei Männer, vermutlich ein schwules Pärchen. Sie wurden zu erst zu ihrem Hotel gebracht. Danach waren wir an der Reihe. Erwartungsgemäß war das Hotel Plevna kein Luxushotel, erfüllte aber gut genug seinen Sinn und Zweck.

 

Wir schlüpften kurzerhand in unsere Badekleidung und begaben uns an unseren „Strand“, der hier aber aus Felsplatten besteht und ins Wasser geht es über eine Leiter. Richtige Sandstrände hat Malta nur ganz, ganz wenige.

 

Am Abend spazierten wir die Hafenpromenade entlang und ließen uns an einem Infostand schon einmal diverse Ausflüge erklären.

 

Inselhauptstadt Valletta & Hafen

 

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Hauptstadt. Wir fuhren mit dem Bus nach Valletta und erkundeten die unbeschreiblich schöne Stadt zu Fuß. Anfangs kämpft man noch gegen die Hitze aber dann gibt man sich geschlagen. Nur Wasser trinken und hin und wieder ein Schattenplätzchen aufsuchen schafft Abhilfe. Malta im Sommer fordert einiges an Energie und Ausdauer!!

 

Am Abend machten wir dann die Hafenrundfahrt, die wir am Vorabend noch gebucht hatte. Zwar fiel der versprochene Wein bis zum Abwinken fiel aus, da man uns auf ein anderes Boot umgebucht hatte aber es war trotzdem sehr schön. Hier gab es statt Wein eine Privatfahrt, denn wir waren die einzigen Gäste - und ein kleiner Junge erklärte uns die Sehenswürdigkeiten, die wir passierten, denn Valetta hat den vielleicht schönsten, auf jeden Fall aber berühmtesten Naturhafen Europas und ist wirklich groß und gesäumt von beeindruckenden alten Bauten.

 

Maltesische Abendgestaltung

 

An diesem Abend entdeckten wir dann auch endlich unseren, wenn auch winzigen, Balkon für uns. Es wurde von nun an zum allabendlichen Ritual mit Musik vom Laptop, einer Packung Pringles und einer Flasche Wein oder ein paar Dosen Bier draußen zu sitzen.

 

Auch wenn mehr als zwei Stühle (gegenüber versteht sich) und unser „Schemel“ dazwischen, der als Tisch diente, keine weiteren Gegenstände auf dem Balkon Platz fanden, waren wir froh, ihn zu haben. Den Balkon!

 

Städtekomplex Mdina & Rabat

 

Am Sonntag fuhren wir mit dem Linienbus in die ehemalige Hauptstadt Maltas: Mdina!

 

Ein Geheimtipp von der TUI-Heidrun. Nun ja, es ist richtig, dass man hier viele Fotomotive vor die Linse bekommt aber nach einer knappen Stunde hatten wir das Gassengewirr bereits durchschritten und suchten uns den Fußweg nach Rabat.

 

Beide Orte gehen sozusagen ineinander über und sind mit Sicherheit auch sehenswert. Meines Erachtens sollten sie aber nicht als Insel-Highlights angepriesen werden, denn so aufregend fanden wir es hier dann doch nicht.

 

In Rabat kauften wir uns Tickets für die Katakomben – eigentlich mehr als Zeitvertreib und um den Weg nicht umsonst hierher gegangen zu sein. Es war zumidest eine gute Gelegenheit, sich in den Katakomben ein wenig abzukühlen...

 

Inselrundfahrt

 

Am Montag holte uns ein Bus ab und brachte uns zum Startpunkt unserer vorab gebuchten Jeeptour. Das war ein Geschenk von mir an meinen Freund gewesen!

 

Die Tour führte zu erst zum Red Tower, einem Aussichtspunkt nahe der Mellieha Bay. Man hat einen fantastischen Ausblick über die Mellieha Bay und sogar bis zu den Nachbarinseln Gozo und Comino.

 

Wer von euch kennt den Film Popeye? Der nächste Stopp war Popeye Village. Für uns, die den Film nicht kennen, keine Attraktion aber die restlichen Teilnehmer erfreuten sich an dem Anblick dieses für den Film gebauten Dorfes und erkannten es auf Anhieb…

 

Der nächste etwas grandiosere Haltepunkt bot uns einen gigantischen Ausblick aufs Mittelmeer bevor es nach Mdina ging, welches wir nun schon von gestern kannten.

 

In Rabat gab es ein Mittagessen und anschließend fuhren wir zu den Dingli Cliffs, die wir auf jeden Fall unbedingt sehen wollten! Diese Klippen stellen den höchsten Punkt Malta´s dar und bieten tolle Ausblicke!

 

Als Letztes heute waren wir in Marsaxlokk, wo die berühmtesten Fotomotive der Insel herstammen. Die süßen bunten Fischerboote im Hafen mit glasklarem Wasser.

 

Eine bessere Möglichkeit um Malta zu erkunden ist definitiv dieser Jeep! Ich würde es immer wieder so machen!

 

Ein Traum in Blau

 

Und dann war auch schon Dienstag. Wir fuhren mit dem Bus Richtung Mellieha Bay und von dort mit einem kleinen Boot auf die Nachbarinsel Comino, die ebenfalls zu Malta gehört. Leider habe ich die Überfahrt nicht sehr gut weggesteckt, kleine Boote sind einfach nichts für mich.

 

Die Entschädigung bekamen wir dann bei Ankunft auf Comino: Die Reiseführer halten was sie versprechen wenn sie von der Blauen Lagune berichten! Sie schimmert türkisblau und ist herrlich ruhig – jedenfalls das Wasser selbst. Der Andrang an Besuchern ist leider gigantisch.

 

 

Einen kompletten Sonnen- und Badetag verbrachten wir hier und ich finde, dass man Malta auf gar keinen Fall verlassen kann, ohne hier gewesen zu sein!

 

Malta´s kleine Schwester

 

Mittwoch ging es mit der Fähre nach Gozo. Wir lagen richtig mit der Vermutung, dass diese -ebenfalls maltesische- Insel kaum an nur einem Tag zu bewältigen ist. Wir teilten das ganze also auf zwei Tage auf.

 

Mittwoch besichtigten wir vorerst nur das damals noch existierende Azure Window und die Hauptstadt Victoria, wobei man letztere getrost außen vor lassen kann! Victoria ist nicht groß und wir haben keine übertrieben sehenswerten Ecken entdeckt aber wir waren auch bereits von Valletta verwöhnt!

 

Malta Highlights

 

Donnerstag blieben wir dann noch einmal auf der Hauptinsel Malta. Unser Weg führte uns zur Blauen Grotte. Hier unternahmen wir eine Bootsfahrt und beschlossen, noch einmal Valletta einen Besuch abzustatten.

 

Wir besichtigten die Hauptsehenswürdigkeiten die St. John´s Co Cathedral von innen und den Großmeisterpalast von außen.

 

Date mit Flipper

 

Am Freitag fuhren wir endlich zum Mediterraneo Park. Er ist berühmt für seine Reptilien, Papageien, Seelöwen und Delfine – und für letztere waren wir hier!

 

Nach der Turmspringershow schauten wir uns im gesamten Park ein wenig um und zum Abschluss durfte ich endlich ins Becken zu „meinem“ Delfin! Ein unbeschreibliches und unvergessliches Erlebnis!!

 

Ich möchte diese Erfahrung wirlich nicht missen, würde so etwas aber heute wahrscheinlich nicht mehr machen (Stand: 2018), da ich dem ganzen sehr skeptisch gegenüber stehe, wie man Tiere in Zoos und ähnlichen Einrichtungen einsperrt und unnatürlich hält – in Gefangenschaft geboren hin oder her...

 

Ein Kleinod im Mittelmeer

 

Mit Samstag stand der 2. Gozo-Tag an. Es sei noch erwähnt, dass es sich hier empfiehlt ein Taxi zu nehmen, was zwar nicht die billigste Variante aber auf jeden Fall die schnellste ist. Denn im Gegensatz zur Hauptinsel von Malta, fahren die Busse hier absolut selten und unregelmäßig (Stand: 2009).

 

Die Attraktion schlechthin sollen die Gigantija-Tempel von Gozo sein. Gutgläubig wie wir sind ließen wir uns von unserem Taxifahrer dorthin kutschieren. Am Ende standen wir vor einem Steinhaufen, den wir so oder ähnlich auch hinbekommen hätten...

 

Wir fühlten uns hier wirklich ein bisschen veräppelt, schließlich hatte man uns mit „den ältesten noch halbwegs erhaltenen freistehenden Gebäuden der Welt“ hierher gelockt!!!

 

Also strichen wir kurzerhand (vielleicht ein bisschen eingeschnappt) die restlichen „Sehenswürdigkeiten“ der Insel und legten einen Strandtag an der Ramla Bay ein.

 

An sich ist Gozo wirklich hübsch aber nach diesen zwei sehr anstrengenden Tagen auf dieser Insel, würde ich auf jeden Fall empfehlen, hier eine geführte Tour zu buchen!

 

Wein, oh Wein, nur du allein

 

Den Abend verbrachten wir dennoch ausgesprochen schön: auf dem Delicata Wine Festival in Valletta.

 

Langsam Abschied nehmen

 

Sonntag war leider schon unser letzter richtiger Tag auf Malta – kaum zu glauben! Wir nutzten ihn als Strandtag und zum Koffer packen, denn Montag Vormittag würde dafür nicht mehr viel Zeit sein!

 

Home Sweet Home

 

Montag Vormittag sind wir noch ein bisschen Bummeln und einkaufen gewesen bevor unser Transferbus kam. Aber jeder Urlaub geht einmal zu Ende – und dieses hier war ein ganz besonders schöner!