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Südheide 2021



Region Celle 26.-29.05.2021

 

Der Stand der Dinge im Mai 2021

 

Lockdown-bedingt verbringen Philipp und ich unseren ersten Urlaub dieses Jahr nicht im Ausland sondern in der Gegend des Naturparks Südheide, nur rund eine Stunde von unserem Wohnort entfernt.

 

Der sehr sanft hügelige Naturpark erstreckt sich in der Lüneburger Heide nur knapp nördlich von Celle zwischen beschaulichen Heideorten über 480km² Größe und ist fast vollständig ein Landschaftsschutzgebiet. 

 

 

Am Mittwoch, den 26. Mai, reisen wir im Laufe des Tages an und verbringen den Abend mit unseren Lieblingsserien.

 

Am Donnerstag, den 27. Mai unternehmen wir einen großen Spaziergang, bevor ein ausgiebiger Grillabend ansteht:

 

Waldrunde bei Hustedt

 

Zum Nachgehen eignet sich unsere heutige Tour nicht wirklich. Ich werde es versuchen, mich aber ziemlich sicher verhaspeln in der Beschreibung.

 

Eckdaten: 12km bei einer Gehzeit von 02h35min. Ich denke unser Tempo ist recht durchschnittlich: manchmal trödelig, manchmal forsch, meistens ein gesundes Mittelmaß bei vergleichsweise langen Beinen.

 

Start/Ziel: Hustedt-Jägerei.

 

Wulfhornsberg heißt der Waldweg, der uns in das heutige Waldstück unserer Wanderung führt.

 


Du gehst so lange geradeaus bis du an einem mini Gewässer (auf der linken Seite) vorbei kommst und gleich kurz darauf befindet sich ein ganz netter Teich (auf der rechten Seite). Hier gibt es auch eine Bank zum Verweilen.

 

Wir biegen nach dem Teich links ab und folgen diesem Weg bis zum nächsten Hauptweg. Auf diesen sehr geraden, langen Hauptweg biegen wir rechts ab. Bis hier kannst du mir bestimmt folgen aber ab jetzt wird es schwammig.

 

Es geht wirklich sehr weit geradeaus… auch nachdem wir wieder den dritten Weg rechts abgebogen sind. Schnurgerade Wege. Wunderschöner Wald. Immer ein Hochsitz in der Nähe, was insofern beruhigt weil wir uns gegenseitig mit Wolfs-Geschichten ärgern

 

Kurz bevor wir auf die große Landstraße treffen, biegen wir wieder rechts, und an der nächsten Weggabelung links, ab. Nun treffen wir doch noch auf die L240 und gehen ein Stückchen entlang der Bahnschienen. Einen Weg kann man hier nicht mehr wirklich erkennen, es ist sehr grün, sehr bewachsen und hat einen Hauch von Abenteuer, vor allem als es irgendwann automatisch wieder rechts in den Wald hinein geht und man auf einem ewig verlassenen, zugewachsenen Weg unterwegs ist, wo die einzigen Spuren, die auf Lebewesen hindeuten, offenbar die von Wildschweinen sind, die sich hier gesuhlt haben… Plötzlich habe ich doch wieder recht viel Schwung weil ich gerne wieder auf einen Hauptweg möchte!

 

Dieser kommt natürlich auch irgendwann - und er hat sogar einen Namen: Wir biegen links auf „Im Gehege“ ab und verlassen das Waldstück. Auf der anderen Straßenseite der Hauptstraße Zur Jägerei gehen wir an einem anderen Waldstück am Rand entlang und kommen bald darauf auch an unser Ziel.

 

Mit großer Sicherheit lässt sich diese Tour mit meiner mangelhaften Beschreibung nicht nachwandern aber das muss ja auch gar nicht sein! Es gibt hier wirklich so viele Wege und Abbiegungen, sodass man auch einfach drauf los laufen und unzählige unterschiedliche Touren zusammenstellen kann! Ob mit oder ohne Hund, der Hustedter Wald scheint mir ein Spazier-Eldorado zu sein! Manchmal liegt das Gute eben doch so nah…
  

 

Alle Fotos von dieser Tour findest du hier.


Am Freitag, den 28. Mai, dem Tag vor der Heimreise, wagen wir eine etwas längere Strecke: Wir wandern 21km (nicht nur!) auf der Via Romea!:

 

Wanderung von Bergen nach Eversen (bzw. Hustedt-Jägerei)

 

Von Stade bis nach Rom führt der Fernwanderweg Via Romea. Auch bei uns zu Hause führt er fast vorbei, schon seit Monaten, als ich das erste Mal überhaupt davon hörte, möchte ich eigentlich gerne mal das Teilstück von Braunschweig nach Wolfenbüttel entlang der Oker gehen.

 

Stattdessen aber wandern wir heute die Etappe von Bergen nach Sülze und verlängern noch bis Eversen bzw. biegen später ab nach Hustedt-Jägerei, was jedoch gar nicht mehr auf der eigentlichen Route liegt, aber eben unser Zielort ist. Ich freue mich riesig!

 

In Bergen starten wir hinter der St. Lamberti Kirche. Sehr schnell vertüddeln wir uns, trotz Beschilderung, und machen einen kleinen Umweg innerhalb von Bergen, bevor wir die Stadt auf dem Kampweg verlassen und Richtung Waldklassenzimmer marschieren.

 

Das Wetter könnte nicht wanderfreundlicher sein! Sonnig, angenehm sommerlich warm und kaum ein Wölkchen am strahlend blauen Himmel!

 


Über den Roxhüllener Weg gelangen wir ziemlich easy nach Wohlde. Das Örtchen gilt es zu durchqueren und Richtung Hünenburg wieder zu verlassen. Hünenburg lassen wir dann allerdings rechts liegen und biegen erst eine Weile später in einen Feldweg mit einer wunderschönen Allee ab. Dank einer Wegbeschreibung aus dem Internet weiß ich wenigstens, dass wir hier lang müssen, tatsächlich fehlt aber definitiv ein Hinweis am Weg, und das an so einer wichtigen Stelle. Wir laufen zuerst sogar auch geradeaus, weil wir am Quatschen sind, und drehen dann wieder um.

 

Ansonsten war die Via Romea bisher prima ausgeschildert gewesen. Doch auch an der nächsten Kreuzung fehlt jeglicher Hinweis. An dieser Stelle jedoch wollen wir mal darüber hinwegsehen, da es sowieso geradeaus geht. Und zwar immer der Nase nach: nach Diesten. Währenddessen entdecken wir sehr nah an unserem Weg einen Fuchsbau mit einer ganzen Fuchsfamilie!!

 

Hat man Diesten erst einmal auf dem vorgesehenen Weg durchquert, ist man auch schon so gut wie in Sülze, dem eigentlichen Etappenziel. Aber wir wollen ungefähr noch mal so weit gehen: Bis nach Hustedt-Jägerei!

 

Es wird also nur kurz auf einer Bank mitten in Sülze an der Hauptstraße verschnauft, mittlerweile ist es eigentlich schon zu heiß geworden… Gut, dass wir reichlich Wasser mit uns mit schleppen…

 

Am Friedhof vorbei, gelangt man unweigerlich nach Eversen. Dort müssen wir (wieder einmal) feststellen, dass ein Kaff zu Fuß wie eine Metropole erscheinen kann. Immer einen Fuß vor den anderen retten wir uns zur nächsten Verschnaufspause am örtlichen Dorfteich. Es werden Reiswaffeln ausgepackt. Wir wären eigentlich bereit, aufzuhören… Ab jetzt wird es also anstrengend!

 


Aber nun geht es noch einige Kilometer schnurgeradeaus und das sogar entlang der lauten weil viel befahrenen Landstraße. Zudem erwischt uns dort noch ein unerwarteter Hagel- und Regenschauer, der zwar schön erfrischt aber die Beine sind trotzdem schon sehr schwer…

 

Irgendwie haben wir das Gefühl: Egal wie lang eine Wanderung ist. Übersteigt sie die 15km-Marke, fühlt sich der allerletzte Kilometer grundsätzlich am Längsten an!

 

So auch heute. Aber natürlich sind wir anschließend unglaublich glücklich und vielleicht sogar ein kleines bisschen stolz, dass wir es (in nur 04h40min reiner Gehzeit) gerockt haben!


Auf dem Harzer Klosterwanderweg im letzten Jahr haben wir definitiv Blut geleckt!


Alle Fotos von der heutigen Tour findest du hier.