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Regensburg 2018


Sonntag / 26.08.2018

 

Ankunft in Regensburg

 

16.30Uhr. Wir erreichen Regensburg mit der Regionalbahn aus Nürnberg nach nur einer Stunde. Am Gleis werden wir bereits von unseren Freunden erwartet, die uns wie bereits im letzten Jahr netterweise bei sich wohnen lassen in den kommenden Tagen.

 

Es sind nur zwei Stationen mit dem Bus bis zu ihrer Wohnung, wo wir ausgiebig verschnaufen bevor ein gemütlicher Abend im Ratskeller ansteht. Typisch bayrische Küche. Anschließend ein Altstadtbummel mit Eis/Kaffee. Es ist mittlerweile schon halbwegs dunkel aber es ist immer noch genauso schön wie ich es in Erinnerung hatte und wieder haben wir perfektes Sommerwetter.




Montag / 27.08.2018

 

Ausblicke auf Regensburg

 

11Uhr. Das befreundete Pärchen ist auf der Arbeit, wir haben mehr oder weniger ausgeschlafen und uns ausgetrödelt bevor wir auf den E-Bikes unserer Gastgeber unsere heutige Regensburg-Tour starten. Wir haben nicht spezielles vor – bis auf zwei Aussichtspunkte:

 

Nur 4km entfernt befindet sich die Dreifaltigkeitsbergkirche. Auf diesem Berg hat man einen viel zu schönen Ausblick auf die Stadt! Man ist hier zwar ein wenig außerhalb der Stadt aber immer noch nah genug dran, um sie anschließend in Kürze wieder zu erreichen. Aber weil es so schön ist und die Aussicht so sonnig klar, verweilen wir hier ein wenig. Aber natürlich auch aus dem Grunde, dass wir die schweren E-Bikes „eine kleine Anhöhe“ von 200 Metern mit 17% Steigung hatten hinauf schieben müssen.....




Innenstadt. Unser nächster Aussichtspunkt ist der Kirchturm der Dreieinigkeitskirche in der Straße Am Ölberg. Für 2 Euro kann man den Kirchturm erklimmen, es sind alles in allem etwa 150 Stufen, die meisten davon sehr unterschiedlich hoch, uneben und man muss gut darauf achten wohin man seinen Fuß setzt sowie auf seinen Kopf achten - aber es lohnt sich, denn oben haben wir mitten in Regensburg einen tollen 360 Grad Rundumblick.




Stadtbummel

 

13Uhr. Philipp hatte bereits in der Wohnung gefrühstückt. Ich kann jetzt langsam auch etwas vertragen. Die mischbar nahe der Dreieinigkeitskirche bietet tolle Salate, Suppen und Currys an. Alles sehr gesund und abwechslungsreich. Ich nehme das Indische Dal. Sehr sehr köstlich. Anschließend durchstöbern wir noch ein paar Buchhandlungen, von denen Regensburg sehr, sehr viele zu bieten hat, darunter sogar eine spezielle Reisebuchhandlung.

 

15Uhr. Bevor wir zurück zur Wohnung radeln, kaufen wir im Edeka noch für ein Abendessen zu viert daheim ein.

 

Den Rest des Tages verbringen wir gemütlich zu viert in der Wohnung. Es gibt Salate, Bierstangen und zum Nachtisch knapp zwei Stunden Australienfotos vom diesjährigen Urlaub unserer Gastgeber.

 

Dienstag / 28.08.2018

 

Wir sind wieder gegen halb neun so was ähnliches wie wach. Philipp frühstückt und ich schreibe tatsächlich mal Postkarten.

 

Auf dem Donauradweg

 

10.30Uhr. Wir sitzen wieder auf den E-Bikes. Heute wollen wir ein bisschen mehr radeln. Nachdem wir letztes Jahr spontan die Tour nach Bad Abbach gemacht hatten, haben wir für heute geplant, einmal in die andere Richtung zu starten. Denn von der Wohnung unserer Freunde aus ist man im Nu an der Donau und dort starten wir, von Sonnenschein pur begleitet, unsere Radtour. Ingesamt sind wir einschließlich weniger kurzer Fotostopps genau drei Stunden unterwegs, in denen wir untrainiert (ich jedenfalls) aber auf E-Bikes immerhin über 50km runterreißen.


Nach den ersten paar Kilometern kommen wir an Donaustauf und konsequenterweise kurz darauf an der Walhalla vorbei. Letztes Jahr hatten wir diese per Schiff erreicht, heute sind wir ruckzuck mit dem Rad dort. Ein Blick im Vorbeifahren nach oben genügt uns aber dieses Mal - wir wollen ja strampeln! Kurz darauf, auf Höhe des Ortes Bach, beginnt die Weinroute. Sie verläuft parallel zum Donauradweg, sodass es immer wieder Schilder gibt, dorthin abzubiegen. Uns ist es heute aber zu früh für Wein, lieber warte ich auf einen schönen Biergarten wenn wir ein paar mehr Meter gemacht haben.

 

So richtig weit ist es nicht mehr bis Wörth an der Donau, das eigentlich überhaupt gar nicht direkt an der Donau liegt. Aber wir entdecken hier endlich die erste Möglichkeit, den Fluss zu überqueren, denn wir wollen auf der anderen Seite zurückradeln und nicht den selben Weg zurück nehmen müssen. Denn so schön es hier auch ist, es ist mehr Wald und Feld als direkt an der Donau entlang zu fahren und sie ständig im Blick zu haben wie nach Bad Abbach. Was auch auffällt: Richtung Bad Abbach waren die Biergärten aufgereiht wie Perlen an einer Schnur aber hier in die andere Richtung gibt es nur ein paar wenige zu Beginn, kurz hinter Regensburg, und danach wird es mau.

 

Und nach Überqueren der Donau und Durchquerung der Orte Geisling und Illkofen wird uns klar, dass es auch auf der Südseite des Flusses keine Einkehrmöglichkeiten gibt. Was uns ebenfalls nicht klar gewesen war: Wir kommen hier immer weiter von der Donau weg und kommen langsam aber sicher über das Gewerbegebiet in die Stadt wieder rein. So sehen wir auch mal andere Seiten von Regensburg aber mit dem idyllischen Donauradweg hat das absolut nichts mehr zu tun. Trotzdem: Unterm Strich eine sehr schöne Tour obgleich es Richtung Bad Abbach viel schöner gewesen war.




Entspanntes Nichts-Tun

 

Unsere Hinterteile tun gehörig weh. Es ist Zeit für eine kleine Stärkung, eine entspannende Dusche und um sich lang auszustrecken bis die Gastgeber von der Arbeit kommen.

 

18.30Uhr. Wir sind noch einmal knapp sieben Kilometer geradelt und sitzen zu viert südlich der Donau in westlicher Richtung an einem großen Tisch mit Bänken, wo wir unsere eingepackten Grillsachen ausbreiten. Bier, Salat, Brot, Gemüse und Fleisch natürlich. Zu Hause hatten wir alles vorbereitet und fahrradsicher verpackt. Zwei Einmalgrills ermöglichen uns diesen schönen Abend bis es etwas kühler und dunkler wird.

 

Mittwoch / 29.08.2018

 

Ziellos durch die Stadt

 

10Uhr. Wir verlassen noch einmal die Wohnung. Es schmerzt als wir uns erneut auf die Räder schwingen aber nach ein paar Metern ist man wieder eingesessen und eingefahren. Wir wollen eigentlich zum Schloss Thurn und Taxis. Informiert hatten wir uns vorher nicht, denn in das Schloss rein wollten wir eigentlich gar nicht. Dass aber der Schlossgarten überhaupt nicht besucht werden kann, war uns nicht klar. So kommt es, dass wir lediglich einen Kaffee im Schloss Café einnehmen und dann den Schlossgarten zu Fuß mehr oder weniger umrunden. Nicht ohne auch zwischenzeitlich die Orientierung zu verlieren.




An einer Abzweigung sieht es ein bisschen belebter aus und so landen wir sogar in der uns bekannten Innenstadt, wo wir noch durch ein paar wenige Geschäfte stöbern. So ein letzter Tag in Aufbruchstimmung ist immer mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Einerseits will man den Tag noch nutzen. Andererseits weiß man selten wirklich wie, ohne, dass es stört, dass einem die Zeit im Nacken sitzt. Wir fahren zwar erst um 16.35Uhr mit dem ICE nach Hannover aber es ist heute ziemlich heiß geworden und so will man auch keine Bäume mehr ausreißen. Bald holen wir unsere Räder und steuern die Regensburg Arcaden an. Ein typisches deutsches Einkaufszentrum mit den überall gleichen Geschäften. Eigentlich viel zu schade bei dem guten Wetter!

 

13Uhr. Wir hatten aber beide noch kein Frühstück und kehren daher hier bei dean & david ein. Es ist lecker. Aber die Luft bei uns ist so was von raus! Wir organisieren noch ein Gastgeschenk für unsere Gastgeber und machen uns auf den Weg zur Wohnung, wo wir die restliche Zeit bis zur Abreise verbringen.

 

Wieder hat Regensburg uns begeistert und gezeigt, dass es sich lohnt, wiederzukommen. Das Flair, das Wetter, das Kompakte, die vielen Möglichkeiten. Eine sehr bereisens- aber wohl auch lebenswerte Stadt! Vielleicht beweisen das meine Fotos ein bisschen?! :)