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Montag 20.03.2017
09.45Uhr:
Vorbei die schöne Zeit in Tusayan! Wir checken aus und verlassen diese wunderschöne Unterkunft, wo wir uns doch so wohl gefühlt haben und gerne noch länger geblieben wären – wie sich heute bzw. morgen dann übrigens heraus stellen wird, wäre das die bessere Variante gewesen...
Wir fahren Richtung Süden und legen nach rund 35km einen Tankstopp in Valle ein, wo es immer noch teurer als normal, aber eben günstiger als in Tusayan ist!
Unser Ziel heute lautet eigentlich Phoenix aber wir wollen in Sedona und Umgebung unterbrechen, sodass wir keineswegs den direkten Weg fahren! Eigentlich fahren wir -bewusst- extreme Umwege aber diese sind eben landschaftlich am Schönsten!
Das beginnt direkt hinter Valle, wo wir auf die 180 nach Flagstaff abbiegen und durch wunderschönen National Forest fahren, was ich immer nur empfehlen kann, da Rike und ich damit in unseren beiden USA-Urlauben schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben, auch wenn das manchmal einen Umweg bedeutet.
Wir bestaunen auf der Strecke nach Flagstaff sehr viel Weite aber auch grüne Nadelwälder, die schneebedeckten San Francisco Mountains in der Ferne und vor allem herrscht hier wirklich wenig Verkehr – sehr angenehm!
In Flagstaff selbst halten wir aber nicht. Ursprünglich wollten wir hier irgendwo frühstücken gehen aber es besteht noch kein Bedarf, also begeben wir uns direkt auf die 89A Richtung Sedona.
Auch diese Strecke ist atemberaubend, wenn auch gänzlich anders. Hier beginnen sofort die roten Steine, wegen der wir in die Region gekommen sind! Teilweise windet sich die Straße in engen Serpentinen hinab – die Ausblicke rechtfertigen die weite Anreise!
Wie eingangs beschrieben, hatten wir sehr lange überlegt wo es nach Florida noch hingehen soll und Phoenix war dann ein sehr, sehr spontaner, gar nicht so sehr durchdachter Entschluss gewesen. Dass Phoenix selbst nicht viel hergibt, war klar, aber Arizona als Staat dürfte genug landschaftliche Highlights haben – für drei haben wir uns dann entschieden: Grand Canyon, Rote Steine in und um Sedona sowie der Saguaro Nationalpark im Süden des Staates!
Der Grand Canyon war definitiv ein Highlight und für mich einer der schönsten, vielleicht der schönste Tag, der Reise.
Sedona und Umgebung finde ich auch unendlich reizvoll aber man sollte hier tatsächlich übernachten, denn sonst ist es nur ein Vorbeifahren, wie wir es machen! Ich glaube man kann hier sehr gut bummeln, shoppen, essen gehen und sollte tatsächlich auch mal eine Jeep Tour machen oder andere touristische Angebote wahrnehmen.
Das Örtchen ist ähnlich aufgebaut wie Moab beim Arches Nationalpark
, erinnert mich jedenfalls daran, auch wenn ich Moab viel, viel schöner fand und wir dort auch zwei Nächte verbracht haben.
Ach und übrigens, den Saguaro Nationalpark, der für morgen angedacht war, streichen wir komplett. Ich bin zwar ziemlich scharf auf die vielen riesigen Kakteen und vor allem wäre es für mich die erste Neuigkeit auf dieser Reise weil ich sonst so gut wie überall schon einmal gewesen bin, aber die Luft ist nach zweieinhalb Wochen langsam raus, da wir doch mehr Meilen gemacht haben, als gedacht. Das ist aber ok, ich habe seit Tagen mit dem Gedanken gespielt und bin getröstet, da in und um Phoenix überall auch Saguaros stehen und wir noch den Desert Botanical Garden besuchen wollen, wo sich sicher auch ein paar Exemplare finden werden...
In Sedona selbst wollen wir uns eigentlich gar nicht aufhalten aber einen Lunch Stop können wir jetzt doch einlegen. Leider ist der Verkehr hier eine Katastrophe, ebenso die Parkplatzsituation, sodass wir letztlich bis West Sedona durchfahren, wo die Straßen ebenso überfüllt sind. Und das auf einem Montag – erstaunlich!
Wir suchen und suchen, drehen wieder um, steigen aus dem Auto aus, wieder ein, landen letztlich im Restaurant „Pisa Lisa“. Im Vorbeifahren hatte ich es noch in die Kategorie „da geh ich nie im Leben rein“ eingestuft, aber jetzt, wo wir aus Verzweiflung doch hier anhalten und rein gehen, bin ich baff, wie schön es ist! Wie man sich täuschen kann... Einfach toll dekoriert, freundliche Atmosphäre und wir bekommen sogar draußen Plätze. Halb Sonne, halb Schatten, sehr schön aber leider direkt an der lauten Hauptstraße.
13.00Uhr:
Die Pizzakarte ist gigantisch und vor allem mal etwas anders als die Standardpizzen, sogar vegetarisch und vegan ist vertreten!
Die Pizzen sind dann übrigens gigantisch groß. Wir haben uns genau den richtigen Laden ausgesucht! Diese Mahlzeit reicht für alle drei des Tages!
14:00Uhr:
Wir kaufen noch Wasser im Supermarkt und wollen nun endlich die Red Rock Loop Road fahren und landen fälschlicherweise im Red Rock State Park. Diesen hatten wir auf der Loop Road eigentlich umrunden wollen... Der Eintritt kostet pro Person 7 Dollar und ist sicherlich gerechtfertigt wenn man als angstfreier Wanderer unterwegs ist und die Trails auch nutzt. Wir hingegen haben Schiss und zucken bei jedem Rascheln zusammen...
Eingangs warnen Schilder vor Skorpionen, Schlangen, Spinnen und Pumas – im Visitor Center stehen Schilder, welches Tiere wann und wo zuletzt gesichtet wurden. Wir kommen also nicht sehr weit sondern drehen ziemlich bald wieder um.
15.00Uhr:
Bei Verlassen des State Parks sehen wir dann auch das Schild für die Loop Road. Geht doch! Nur, dass wir jetzt in diesem State Park ungefähr eine Stunde verschwendet haben, ohne einen gewissen Nutzen daraus gezogen zu haben. Ich denke, man kann ihn sich sparen, es sei denn man weilt mindestens eine Übernachtung in Sedona.
Die Loop Road aber ist toll, allerdings gibt es kaum Möglichkeiten anzuhalten um das Panorama zu genießen. Bis auf einen Stopp, den nehmen wir! - Und treffen direkt auf niederländische Reisende, bzw. einer von ihnen wohnt seit zwanzig Jahren in Phoenix.
Sie sind sehr freundlich und aufgeschlossen, wir unterhalten uns ein bisschen und der Mann aus Phoenix rät uns, nicht auf der Interstate nach Phoenix runter zu kacheln, da wir dort am Ende vermutlich elendig im Stau stehen, sondern die „more scenic“ Strecke zu fahren, die ich mir eh vorgenommen und erst heute Morgen gestrichen hatten, weil ich dachte über die I-17 wären wir schneller.
Umso besser! Also doch wieder schöne Landschaft und weniger Verkehr! Auch wenn das ein paar Stunden dauert! Wir fahren also weiter auf der 89A bis Cottonwood und gehen dann auf die 260 Richtung Süden! Bis Fountain Hills, was schon zu Phoenix gehört, sind es so noch über 220km aber eben durch außergewöhnliche Landschaft – besonders Richtung Phoenix wieder überall Kakteen über Kakteen – ich liebe dieses Bild!!
Da die Sonne schon ziemlich tief steht, taucht sie alles um uns herum langsam aber sicher in ein sanftes Licht, hin und wieder mogeln sich Berge oder Hügel oder Felsen dazwischen und wir haben einen traumhaften Sonnenuntergang inklusive Kakteen während der Fahrt!
Ab Fountain Hills wird es dann aber anstrengend. Wir „sind“ zwar schon in „Phoenix“ aber das Stadtgebiet ist riesig und die letzten 40km ziehen sich!
19.45Uhr:
Endlich? Wir erreichen das Hotel. Ja, es ist schön, nicht mehr im Auto zu sitzen, aber: Nein, es ist nicht schön, wieder im Hotel 502 zu sein!
Immerhin haben wir jetzt ein Zimmer im Südgebäude, wo sie angeblich „renoviert“ sind. Davon sehe ich jedoch nichts. Das Zimmer ist alt, dreckig, stinkt etwas aber ist immer noch besser als das von Freitag auf Samstag! Ich habe noch eine Menge in meiner Desinfektionsspraydose – wir werden es aushalten!
Die Fotos des heutigen Tages findest du HIER geballt!
Und wenn du wissen möchtest wie unsere letzten beiden Tage unserer Flitterwochen waren, schau
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